Was steckt dahinter, wenn Hunde sich ihr Futter einteilen?

Was steckt dahinter, wenn Hunde sich ihr Futter einteilen?

Es ist ein weit verbreitetes Phänomen: Anstatt den Futternapf in wenigen Minuten leer zu putzen, wie es sich für einen Beute- und Schlingfresser gehört, teilt dein Hund sich seine Mahlzeit über Stunden ein oder frisst sie gar nicht. Dieses Verhalten ist in den meisten Fällen keine Laune, sondern eine klare Kommunikation.

Wenn dein Hund sich sein Futter einteilt, steckt möglicherweise eine der folgenden Ursachen dahinter:

1. Die falsche Fütterungsform

Manche Hunde sind Gourmets, die sehr genaue Vorstellungen von der Textur und Konsistenz ihres Essens haben. Selbst ein sauberes Trockenfutter von nachweislich bester Qualität kann verweigert werden, wenn der Hund grundsätzlich eine andere Fütterungsform bevorzugt. Hunde, die einmal Nassfutter oder Rohfleisch kennengelernt haben, entscheiden sich oft instinktiv für die feuchtere oder intensiver riechende und schmeckende Variante. Ein Wechsel auf hochwertiges angenehm riechendes Nassfutter oder BARF kann hier die Lösung sein. 

2. Das Futter tut dem Hund nicht gut

Wenn das Futter zwar akzeptiert, aber nur zögerlich oder portioniert gefressen wird, kann das ein Hinweis darauf sein, dass es dem Hund nicht bekommt. Eine Möglichkeit dafür kann die Minderwertigkeit des Futters sein. Möglicherweise ist die Qualität der gewählten Fütterungsform schlechter, als sie auf der Tüte oder Dose ausgelobt wird. Der Hund registriert dies und frisst nur das Nötigste, um den Hunger zu stillen, weil ihm nach der Futteraufnahme unwohl ist.

Ein weiterer Grund können Verdauungsprobleme sein. Die Verdauungsleistung des Hundes ist möglicherweise aufgrund von Alter, Stress oder einer Erkrankung gerade nicht ausreichend, um die Inhaltsstoffe des angebotenen Futters angemessen zu verwerten. Das Tier vermeidet instinktiv die erhöhte körperliche Belastung. Hier sollte geklärt werden, ob eine leichtere, besser verdauliche Kost (z.B. Schonkost bzw. generell ein Futterwechsel) oder vielleicht sogar eine tierärztliche Untersuchung notwendig ist.

3. Der klassische Mäkler verlangt meist nach Abwechslung

Unter den wählerischen Hunden (Mäklern) finden sich häufig kleine und Zwergrassen. Diese Hunde haben oft keine Lust, jeden Tag dieselbe Futtersorte vorgesetzt zu bekommen. Hier kann Abwechslung eine Wunderwaffe sein. Beginne mit einem Sortenwechsel innerhalb derselben Futterart und -marke. Es kann hier ratsam sein, die kleinstmögliche Dose oder Gebindegröße zu kaufen, auch wenn das umgerechnet etwas teurer kommt als mit Großpackungen. Falls das nicht ausreicht, um den Hund an den Napf zu locken, kann auch mehr Abwechslung notwendig sein. Dann kann es notwendig sein, verschiedene Proteinquellen oder Futtermarken im Wechsel anzubieten. Solange du dich dabei innerhalb nachweislich sauberer, hochwertiger Futtermittel bewegst, führt dieser Wechsel bei gesunden Hunden in der Regel nicht zu Darmproblemen. 

4. Die Spezie der "Katzenartigen"

Manche Hunde benehmen sich am Napf wie Katzen. Das Futter, das morgens noch genehm war, wird bei der nächsten Mahlzeit mit verächtlichem Blick verweigert. Ein Grund dafür kann sein, dass das geöffnete Futter nach dem ersten Öffnen Sauerstoffkontakt hat und sich dadurch der Geschmack leicht verändert. Auch die Lagerung von Weißblechdosen im Kühlschrank kann Geschmack und Geruch der Nahrung beeinflussen.

Bei den Katzenartigen kann es helfen, das nach der ersten Fütterung übrig gebliebene Futter in eine Glasschale mit Deckel umzufüllen und, je nach Umgebungstemperatur, nicht kaltzustellen. Falls es im Sommer zwingend gekühlt gelagert werden muss, kann es hilfreich sein, das Hundefutter kurz mit ein bisschen Butter oder Kokosfett in der Pfanne oder Mikrowelle zu erhitzen. Durch das Erwärmen wird die Nahrung aromatischer.

Fazit: Wenn dein Hund sich sein Futter einteilt, ist das meist ein Indikator, dass etwas nicht optimal läuft. Eine genaue Beobachtung der Situation und die Umstellung auf eine saubere, hochwertige Fütterung sind die wichtigsten Schritte. Oft ist die Lösung viel einfacher, als man denkt. Du musst nur die Anzeichen deines Hundes verstehen und auf seine kommunizierten Bedürfnisse eingehen.